Die Polizei im Haus des Jugendrechts Frankfurt-Nord

Achtzehn Polizeibeamte und Beamtinnen von der Schutz- und der Kriminalpolizei arbeiten seit Beginn des Jahres 2015 im Haus des Jugendrechts Frankfurt-Nord. Zuständig sind die Beamtinnen und Beamten, die eine Zusatzqualifikation als Jugendsachbearbeiterinnen und Jugendsachbearbeiter haben, für ca. 40.000 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende im Frankfurter Norden.

Angegliedert ist die Polizei im Haus des Jugendrechts Frankfurt-Nord (HdJR-Nord) beim Kommissariat 14, das innerhalb der Kriminaldirektion des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main für die Bekämpfung des Straßenraubes und der jugendgruppenspezifischen Gewaltkriminalität zuständig ist.

Die Polizei im HdJR-Nord hat neben den Aufgaben der Strafverfolgung, der klassischen Ermittlungsarbeit, auch ein großes Aufgabenfeld im Rahmen der vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung. Hierbei werden vorhandene und neu entstehende Kooperationen im Zuständigkeitsgebiet genutzt, um „Jugendkriminalität“

wirksam zu begegnen. Diese Kooperationen umfassen die Zusammenarbeit mit den ansässigen Jugendhilfeeinrichtungen, den Schulen, den Orts- und Präventionsräten

und natürlich mit den anderen örtlich zuständigen Polizeidienststellen.

Dabei wird auch das präventiv ausgelegte hessenweite Programm „BASU21“ im HdJR-Nord umgesetzt. „Besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahren“, die dauerhaft in die Kriminalität abzurutschen drohen, werden von den Ermittlerinnen und Ermittlern intensiv betreut. Dazu gehören regelmäßig Erziehungsgespräche, Kontakte mit den Eltern der Jugendlichen und mit den Schulen. Dies alles geschieht in enger Absprache mit den anderen im HdJR-Nord vertretenen Institutionen. Im Mittelpunkt steht der Jugendliche, dem sein Fehlverhalten aufgezeigt wird, dem aber auch Hilfestellungen angeboten werden, um den momentan eingeschlagenen Weg zu verlassen.

 

Regelmäßig werden Präventionskontrollen (Jugendschutzkontrollen) an bekannten Aufenthaltsorten der Jugendlichen durchgeführt. Dabei wird auch auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes geachtet.

Programme wie „Prävention im Team (PiT)“, „Eigenständig werden“  und „Cool sein – cool bleiben“ werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen angewandt.

Diese abgestimmten Programme sollen den jungen Menschen helfen, sich im Alltag gegenüber anderen Jugendlichen zu behaupten, Gefahren zu erkennen und ihnen wirksam zu begegnen.

Grundsätzlich werden alle Ermittlungsverfahren gegen Kinder, Jugendliche und Heranwachsende im HdJR-Nord bis zur Abgabe an die Staatsanwaltschaft  bearbeitet. Ausnahmen bilden Straftaten, die zentral von Fachdienststellen bearbeitet werden, wie zum Beispiel Sexualdelikte und Totschlag.

Auch Jugendschutzdelikte, bei denen Kinder oder Jugendliche Opfer von Gewalttaten Heranwachsender oder Erwachsener geworden sind, fallen in die Zuständigkeit des Haus des Jugendrechts Frankfurt-Nord. 

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