Die Polizei

Die polizeilichen Aufgaben im Haus des Jugendrechts (HdJR) Frankfurt-Höchst werden durch 11 speziell für die Bearbeitung von Jugendkriminalität geschulte Jugendsachbearbeiter/-innen der Schutz- und Kriminalpolizei wahrgenommen.

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Polizeiauto vor dem Haus des Jugendrechts in Höchst

Die Polizei im HdJR Frankfurt-Höchst widmet sich neben dem Auftrag der Strafverfolgung, also der Bearbeitung von Strafanzeigen bis zur Abgabe an die Staatsanwaltschaft, auch der Gefahrenabwehr / Kriminalprävention, also dem frühzeitigen Erkennen und dem Verhindern möglicher Straftaten.

Bis auf wenige fachspezifische Deliktsbereiche (z. B. Tötungsdelikte, Sexualdelikte) bearbeitet die Polizei im Haus des Jugendrechts Frankfurt-Höchst:

  • Jugendschutzdelikte, bei welchen Kinder und / oder Jugendliche Opfer von Gewaltdelikten wurden sowie

  • alle Ermittlungsverfahren gegen tatverdächtige Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, die zum Zeitpunkt der Tatbegehung noch nicht 21 Jahre alt sind und im Zuständigkeitsbereich des HdJR Höchst (siehe Startseite) wohnhaft sind („Wohnortprinzip“).

Einen Schwerpunkt bilden dabei u. a. die Ermittlungsverfahren gegen sogenannte „Besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahren“  (BASU21)

Das Programm „BASU21“ ist vorwiegend  präventiv ausgerichtet und verfolgt das Ziel, die Gefahr des Abgleitens besonders auffälliger Jugendlicher und Heranwachsender in dauerhafte Delinquenz frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Dieses Programm ist geprägt durch eine intensive Betreuung des Jugendlichen/Heranwachsenden, in Zusammenarbeit mit den für den Jugendlichen zuständigen Institutionen im HdJR, und den engen Kontakt zur Familie und zur Schule.

 

Innerhalb des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main sind die Häuser des Jugendrechts an das Kommissariat 14 angegliedert, das für Straßenraub und jugendgruppenspezifische Gewaltkriminalität zuständig ist.

Im HdJR Frankfurt-Höchst ist mindestens ein polizeilicher Sachbearbeiter / eine Sachbearbeiterin für einen bestimmten Stadtteil im Zuständigkeitsbereich verantwortlich. Dies ermöglicht ein Höchstmaß an Personen- / und Ortskenntnis und in der Folge eine erhöhte Effektivität in der Bearbeitung der Jugenddelinquenz.

 

Die jugendspezifische Prävention ist ein weiterer, wichtiger Beitrag der Polizei im HdJR Frankfurt-Höchst zur Reduzierung der Jugendkriminalität, welche durch Vernetzung und intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendeinrichtungen und regionalen Präventionsgremien angestrebt wird.

 

Ergänzend hierzu werden Gewaltpräventionsprogramme für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen durch die Polizei im HdJR Frankfurt-Höchst durchgeführt. Dies erfolgt in Kooperation mit Pädagogen, Sozialarbeitern und den Jugendkoordinatoren des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main.

 

Zu den Gewaltpräventionsprogrammen gehören beispielsweise:

 

„Prävention im Team / PIT“                                                           

Prävention im Team (PIT)-Hessen ist das Gewaltpräventionsprogramm der Hessischen Landesregierung und beinhaltet spezielle Trainings zur Vermeidung der Opferwerdung mit Schülerinnen und Schülern von 7. Schulklassen, hauptsächlich im Rahmen von Rollenspielen. Durchgeführt wird dieses Programm durch Mitarbeiter/-innen der im schulischen Umfeld für Gewaltprävention verantwortlichen Institutionen Schule, Jugendhilfe und Polizei.

 

Eigenständig werden

Hierbei handelt es sich um ein Programm für die Klassen 1 – 4 der Grundschulen zur Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung.

 

Zu einer effektiven Präventionsarbeit der Polizei im HdJR Frankfurt-Höchst zählen weiterhin Jugendschutzkontrollen an und in jugendtypischen Lokalitäten sowie Kontrollen von Personen an bekannten Örtlichkeiten, an denen vermehrt Straftaten verübt oder verabredet werden oder die als Treffpunkte von polizeibekannten Jugendlichen und Heranwachsenden gelten. Diese Kontrollen werden im Zuständigkeitsbereich regelmäßig durchgeführt.

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